#adoptdontshop: Warum es so wichtig ist, Tiere zu adoptieren und nicht zu kaufen

Im Moment macht das Münchner Tierheim eine große Kampagne mit Schauspieler Hannes Jaenicke und Sport-Reporterin Andrea Kaiser, in der dafür geworben wird, Tiere zu adoptieren und nicht zu kaufen. Ich selbst setze unter fast jeden Instagram Post den Hashtag #adoptdontshop, weil mir das Thema persönlich sehr wichtig ist.

Ich habe in jungen Jahren ganz naiv und unwissend auch einmal den Fehler gemacht, eine Katze zu kaufen. Diese stammte zwar zum Glück aus einem Privathaushalt und aus keiner Massenzucht, aber heute weiß ich, dass dies falsch war. Keine Frage, ich habe meinen kleinen Kater über alles geliebt und möchte die Zeit mit ihm heute nicht mehr missen. Ich habe meinen süßen Fratz mit gerade mal sechs Wochen bekommen, viel viel viel zu früh! Damals wusste ich es nicht besser. Zum Glück ging es meinem Kater stets gut, auch wenn ich rückblickend und mit meinem heutigen Wissen einige Verhaltensauffälligkeiten bei ihm feststelle.

Aber aus Fehlern lernt man. Deshalb ist es für mich umso wichtiger, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. So könnt ihr es besser machen als ich damals.

Viele Katzen werden im Internet zum Kauf angeboten. Woher diese wirklich stammen, kann man teilweise wohl nur erahnen. Katzen werden oft als ‚Zuchtmaschinen‘ missbraucht um ihnen später die Kitten frühzeitig wegzunehmen und zu verkaufen. Die Katzen haben weder die notwendige medizinische Vorsorge, noch werden sie artgerecht sozialisiert. Kauft man eine dieser Katzen – seien sie noch so süß – unterstützt man mit seinem Geld diese Machenschaften. So lange das Geld fließt, wird das nicht aufhören, denn hier geht es nicht um die Katze, sondern um Geschäfte.

Dabei gibt es so viele andere Wege eine Katze bei sich aufzunehmen. In Tierheimen oder Tierschutzorganisationen werden jährlich hunderte Katzen aufgenommen und vermittelt. Sie werden zum Beispiel aus schlechter Haltung gerettet, von Menschen abgegeben, die sich kein Tier mehr leisten können oder auf der Straße gerettet und wieder aufgepäppelt. Kaum zu glauben, aber in Deutschland gibt es etwa zwei Millionen Streunerkatzen!

zwei katzen schlafen

Bei der Auswahl deiner Katze bekommst du Hilfe vom Tierheimpersonal oder den Tierschützern, die ihre Tiere genau kennen und gemeinsam mit dir die passende Katze für dich auswählen. Hier sollte man nicht nur nach dem Aussehen der Katze gehen, sondern bei Besuchen ihren Charakter kennen lernen und erforschen, ob die Chemie stimmt. Ich persönlich bin ein Befürworter eines Mehrkatzenhaushalts – also warum nicht gleich zwei Katzen adoptieren?

Mit einer Adoption rettest du ein trauriges Seelchen und schenkst ihm ein neues, glückliches Zuhause. Und du wirst sehen, deine Katze wird es dir später sehr danken!

PS: Alle meine drei jetzigen Katzen sind übrigens adoptiert ♥